Freising (sm) – Einen rabenschwarzen Tag erlebten die Freisinger Judoka am vierten Kampftag der Bezirksliga-Nord. Nach ihrer bislang schwächsten Saisonleistung unterlagen die Domstädter beim bis dahin sieglosen TSV Kösching mit 3:15 und rutschten mit nunmehr 2:6 Zählern auf den vorletzten Tabellenplatz ab.

Diese Vorstellung hinterließ neben enttäuschten Kämpfern auch einen ziemlich ratlosen Trainer. „Mit wenigen Ausnahmen haben wir heute überhaupt keine Einstellung gefunden und waren für Kösching nicht mehr als ein Trainingspartner. Wir hatten uns einiges vorgenommen, haben es dann aber einem keineswegs übermächtigen Gegner viel zu einfach gemacht", erklärte ein konsternierter Stefan Steinsdorfer.

In der Tat machte es den Anschein, als wären die Freisinger kollektiv von der Frühjahrsmüdigkeit befallen. Nichts war zu sehen vom Kampfgeist und der Risikobereitschaft der ersten beiden Begegnungen. „Ich erwarte, dass die Mannschaft beim nächsten Heimkampf gegen Grafing ein anderes Gesicht zeigt und sich wieder auf ihre Tugenden besinnt. Wir haben vor eigenem Publikum einiges gutzumachen", richtete der Freisinger Coach den Blick aber bereits wieder nach vorne auf die nächste Begegnung am 8. Mai.

Der Judoclub war zwar mit Personalsorgen – von den fünf gemeldeten Leichtgewichtlern stand mit Stefan Ausfelder nur einer zur Verfügung – nach Kösching gereist, einen solchen Absturz hatte aber niemand erwartet. Der Freisinger Coach wollte das letztlich auch nicht als Entschuldigung gelten lassen. Es war einfach ein Tag, an dem nichts zusammenlief und bezeichnender Weise die „alten Hasen" als einzige im Team Normalform erreichten.

Schon im ersten Durchgang bekamen die Freisinger trotz günstiger Auslosung keinen Fuß auf die Matte. 1:8 lautete der deprimierende Zwischenstand zur Pause. Lediglich Andreas Schwaiger, der dem sehr starken Jens Keidel bis 90 Kilogramm ein verdientes Unentschieden abtrotzte, und Schwergewichtler Roland Stangl, der mit einem Tani-otoshi gegen David Kurle für den einigen Freisinger Sieg sorgte, erreichten etwas Zählbares.

Im zweiten Abschnitt änderte sich nicht viel. Die Gastgeber dominierten beim 7:2 trotz zweier Änderungen in der Aufstellung erneut klar das Geschehen, der Judoclub bemühte sich zumindest um Schadensbegrenzung. In der 81-kg-Klasse packte Jan Elschen seinen ganzen Frust über die eigene Vorstellung in den ersten Ansatz und siegte mit einem Hüftfeger bereits nach sieben Sekunden. Andreas Schwaiger kämpfte auch gegen den zweiten Keidel-Bruder Sven remis, ehe Tino Kittler mit einem Würgegriff wenigstens noch für eine positive Überraschung aus Freisinger Sicht sorgen konnte.

Stefan Ausfelder 1 06.02.2010 1. DG Eichsttt