Freising (sm) – Einen eindeutigen Sieger gab es beim diesjähigen Landkreisderby in der Judo-Bezirksliga. In eigener Halle gewann die SG Moosburg gegen den Judoclub Freising souverän mit 16:3 und bleibt in dieser Saison weiterhin ungeschlagen.

Bei nur noch einem ausstehenden Kampf gegen Gröbenzell ist den Moosburgern der Titel fast nicht mehr zu nehmen. Die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Landesliga hat die SGM bereits sicher und in diesem Jahr soll es mit dem Aufstieg jetzt auch tatsächlich klappen, nachdem man in der letzten Saison noch knapp am TSV Palling gescheitert war.

Der Judoclub hingegen wartet weiterhin auf sein erstes Erfolgserlebnis und muss nun in zwei Wochen in Germering erneut sein Glück versuchen. Dabei waren die Voraussetzungen für die Freisinger in Moosburg eigentlich so gut wie lange nicht mehr, denn Trainer Stefan Steinsdorfer stand fast der komplette Kader zur Verfügung. Umso mehr war Steinsdorfer von der Höhe der Niederlage gegen den in Bestbesetzung angetretenen Lokalrivalen enttäuscht. „Moosburg war der klare Favorit, aber einige Punkte mehr haben wir uns hier schon ausgerechnet. Man hat gesehen, wie schwer es für uns wird, wenn unsere sonst so sicheren Punktelieferanten wie Andreas Schwaiger und Christian Hamberger einmal nicht punkten können.“ Ausdrücklich loben wollte der Freisinger Coach hingegen die Youngster Jan Elschen und Chris Luigs, die sich überraschend gegen die favorisierten Moosburger Martin Pongratz und Johannes Mißlinger durchsetzen konnten. „Die beiden haben ihre Sache heute wirklich klasse gemacht. Man sieht, dass da etwas heranwächst. Wir brauchen halt noch zwei bis drei Jahre Zeit“, so die Einschätzung Steinsdorfers.

Gleich im allerersten Kampf wurde deutlich, dass die Begegnung für den Judoclub unter keinem allzu guten Stern stand, denn Benjamin Roos und Maxi Fries trennten sich nur unentschieden. Der Freisinger Leichtgewichtler war der wesentlich aktivere Judoka, während Fries ausschließlich darauf bedacht war, seinen frühen Vorsprung zu verteidigen. Nach dem verdienten Ausgleich per Überkopfwurf erhielt der Moosburger viel zu spät die erste Verwarnung wegen Passivität und rettete das Remis anschließend glücklich über die Zeit. Im zweiten Durchgang kam Roos an seinem 24. Geburtstag dann aber doch noch zu seinem Erfolgserlebnis. Mit einem Haltegriff sorgte er für einen der insgsamt nur drei Freisinger Punkte in diesem Derby.