Freising (sm) – Mit einer deutlichen Niederlage sind die Freisinger Judoka in die neue Bezirksliga-Saison gestartet. Die Domstädter unterlagen bei der wiedererstarkten DJK Eichstätt mit 3:16 und müssen nun versuchen in vierzehn Tagen im Derby gegen die SG Moosburg die ersten Punkte einzufahren.

Nach dem Kantersieg im vergangenen Jahr wollte der Judoclub eigentlich erneut mit einem Punktgewinn gegen die Eichstätter in die neue Saison starten. Zahlreiche Ausfälle machten dieses Vorhaben jedoch unmöglich. So waren von den sieben Neuzugängen mit Marco Mühlhans im Leichtgewicht und Philipp Pachocki in der 90-kg-klasse diesmal nur zwei am Start. Weitere Judoka wie Stefan Decker und Roland Stangl sind derzeit verletzt, andere Kämpfer mussten wegen beruflicher Verpflichtungen passen, sind im Ausland oder sagten wegen diverser Prüfungsvorbereitungen kurzfristig ab. Trainer Stefan Steinsdorfer konnte am Ende froh sein, dass er alle zehn Plätze in den fünf Gewichtsklassen besetzen konnte und man zumindest keine Punkte kampflos abgeben musste. „Wenn sich bei einem 24-Mann-Kader das Team fast von selbst aufstellt und man keinerlei personelle Alternativen mehr hat, ist das natürlich schon enttäuschend“, gab sich der Freisinger Coach ernüchtert. Aber auch die Leistung der übrigen Kämpfer musste ihm teilweise zu denken geben. Gegen hoch motivierte Gastgeber, die nach der Zusammenlegung ihrer zwei Mannschaften wieder eine richtig starke Truppe aufbieten können und mit Sicherheit zu den Favoriten in der Bezirksliga zu zählen sind, war man in nahezu allen Belangen unterlegen. Körperlich, technisch und auch auch was die geistige Frische anbelangt waren die Eichstätter an diesem Nachmittag meistens eine ganze Klasse besser.

So war es letztlich nicht verwunderlich, das die DJK Eichstätt schon im ersten Durchgang mit 7:2 klar dominierte. Nach der Niederlage von Christian Hamberger gegen den bärenstarken Johannes Bittl trotzte Freisings Routinier Andreas Schwaiger im Schwergewicht dem Österreicher Bernhard Weißensteiner ein verdientes Unentschieden ab. Schwaiger demonstrierte dabei eindrucksvoll, dass Kraft allein im Judosport nicht unbedingt immer den Ausschlag geben muss. Nach den vorzeitigen Niederlagen von Jan Elschen und Philipp Pachocki in der 90-kg-Klasse sorgten Freisings „73er“ Dominik Kärtner und Christian Luigs für die einzigen beiden Erfolgserlebnisse im ersten Abschnitt. Marco Mühlhans, Florian Rommel, Wolfgang Widl und Tino Kittler konnten anschließend die Bilanz nicht mehr verbessern.

Im zweiten Durchgang rettete Schwergewichtler Christian Hamberger die Ehre der Domstädter und sorgte mit letztem Einsatz für den einzigen Punktgewinn.

Jan Elschen gegen Ksching