Freising (ur) - Spektakuläre Würfe und schöne Kämpfe sahen die Zuschauer beim letzten Auftritt der Freisinger Judoka in der Bezirksliga in diesem Jahr. Maßgeblichen Anteil daran hatte die starke Mannschaft des ESV Ingolstadt, die die Domstädter verdient mit 14:4 besiegte.

 

Jan Elschen und Wolfgang Widl mussten in der Gewichtsklasse bis 90kg die Überlegenheit ihrer beiden Gegner anerkennen, sodass erst Christian Hamberger durch seinen Sieg mittels Haltegriff seinen Kameraden Grund zum Jubel gab. Obwohl er seinem Kontrahenten Edward Freidenberg gewichtsmäßig  unterlegen war, beherrschte Routinier Andreas Schwaiger seinen Kampf. Daher konnte sich der Ingolstädter  glücklich schätzen, dass er das Unentschieden über die Zeit retten konnte. Schnelle Niederlagen gab es für die Freisinger in der Klasse bis 66kg. Hier fehlte es Marco Mühlhans und Florian Rommel sowohl an Erfahrung als auch an der im Judo notwendigen Aggressivität. Gerade erst von einem Rippenbruch genesen stellte sich Christian Burghartswieser sofort wieder in den Dienst der Mannschaft. Der ehemalige australische Meister zeigte verschiedene Techniken und bezwang seinen Gegner schließlich mittels Schulterrad. Nach den Niederlagen von Tino Kittler und Dominik Kärtner zeigte Chris Luigs im letzten Kampf des ersten Durchgangs  einen couragierten Auftritt, konnte jedoch die Niederlage in der höheren Gewichtsklasse nicht verhindern.  Damit stand es zur Pause 2:7.

Drei Niederlagen zu Beginn der zweiten Hälfte sorgten  bereits für die Entscheidung. Schön anzusehen war der Fußwurf, mit dem Wolfgang Widl schon nach 10 Sekunden buchstäblich von der Matte gefegt wurde.  Auch Andreas Schwaiger tat sich unerwartet schwer gegen Matthias Pötzl. Doch schließlich besiegte der Bodenspezialist seinen Gegner in gewohnter Manier mittels Haltegriff. Marco Mühlhans kämpfte beherzt gegen Denis Tsonidis, verlor jedoch mit einem spektakulären Kopfwurf. Regionalligakämpfer Christian Burghartswieder benötigte Zeit, um sich auf seinen Gegner einzustellen, gewann letztendlich jedoch souverän durch einen blitzschnellen Schulterwurf. In einem ausgeglichenen und spannenden Kampf trennten sich Chris Luigs und Patrik Fixmer unentschieden, während Tino Kittner gegen Dennis Meißner durch einen schönen Hüftwurf unterlag. Dominik Kärtner verlor im letzten Kampf gegen das U20-Bayernkadermitglied Robert Kohlhuber durch einen Schenkelwurf (Uchi-Mata)  mit anschließender Würgetechnik.

Die Freisinger Judoka werden die Saison im Mittelfeld der Tabelle abschließen, was gegenüber dem Vorjahr ein  Erfolg ist. Positiv war die Entwicklung von Chris Luigs und Jan Elschen, die sich beide gegenüber der letzten Saison stark verbessert haben. Es bleit das Manko der Mannschaft, dass der Nachwuchs noch nicht in der Lage ist, in die Bresche zu springen, wenn es die Leistungsträger ebenfalls mit starken Gegner zu tun bekommen. Hier wartet auf Trainer Stefan Steinsdorfer noch viel Arbeit, um das Potential der Mannschaft zu heben.

Florian Rommel gegen Ingolstadt